Reisestädte in Deutschland – Teil 1: Braunschweig
Geschrieben von: adrian   

Braunschweig wird auch als Löwenstadt bezeichnet. Sie ist eine Großstadt mit ca. 246.000 Einwohnern und nach Hannover die zweitgrößte Stadt Niedersachsens. Ihre Ursprünge gehen bis in das 9. Jahrhundert zurück. Das Jahr 1043 gilt als erste urkundliche Erwähnung und als Nachweis der Existenz der Siedlung. Unter der Herrschaft Heinrich des Löwen entwickelte sich die Stadt zu einer bedeutenden Handelsmetropole. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts gehörte Braunschweig der Hanse an und war Hauptstadt des Landes Braunschweig. Während des 2. Weltkrieges wurde die Braunschweiger Innenstadt zu 90 % zerstört. Der schwerste Bombenangriff auf Braunschweig fand am 15. Oktober 1944 statt. Am 12. April 1945 besetzten amerikanische Truppen die schwer zerstörte Stadt. Braunschweig ist heute ein bedeutender Standort für Forschung und Wissenschaft. Aber auch viele Touristen besuchen hauptsächlich die Innenstadt. Leider sind durch die schweren Luftangriffe in der ehemals größten Fachwerkstatt Deutschlands nur noch wenige alte Gebäude und Straßen im Ursprung erhalten. Unzerstörte, wieder aufgebaute und restaurierte historische Gebäude findet man heute in der Innenstadt rund um den Dom, im so genannten Magniviertel um die Magnikirche und um die Michaeliskirche. Diese alten Viertel werden auch als Traditionsviertel bezeichnet. Am Burgplatz, in der Nähe des Domes, befindet sich das Wahrzeichen von Braunschweig, der Braunschweiger Löwe. Das Original befindet sich allerdings in der Burg Dankwarderode. Um den Löwen befinden sich das Landesmuseum, das von Veltheimsche Haus und das Huneborstelsche Haus. Eine weitere viel besuchte historische Insel ist der Altstadtmarkt mit Altstadtmarktbrunnen, das Gewandhaus und das Stechinelli – Haus. Auch am Kohlmarkt stehen noch zahlreiche bedeutende und schöne Häuser verschiedener Zeitepochen. Zu den ältesten Kirchenbauten von Braunschweig zählen die Jakobskirche aus dem 9. Jahrhundert und die Magnikirche aus dem 11. Jahrhundert.