Reisestädte in Deutschland – Teil 3: Mannheim
Geschrieben von: adrian   

Mannheim ist eine Universitätsstadt und mit ca. 310.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Bundesland Baden-Württemberg. Von 1720 bis 1778 war sie Residenzstadt der Kurpfalz. In der Rhein- Neckar – Region ist sie heute ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Mannheim wurde als Dorf 766 erstmals urkundlich erwähnt. Am 24. Januar 1607 erhielt Mannheim das Stadtrecht. 1896 wurde Mannheim Großstadt und eine wichtige Handels- und Industriestadt und erlangte im 19. Jahrhundert einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung. Karl Drais erfand und baute hier das erste Zweirad und Carl Benz entwickelte hier sein Automobil. Nach dem 1. Weltkrieg entwickelte und baute die Lanz AG den bekannten Lanz Bulldog. Im 2. Weltkrieg wurde Mannheim fast vollständig zerstört und 1945 von amerikanischen Truppen besetzt. Mannheim ist nicht unbedingt eine Touristenhochburg. Einige Bauten haben den 2. Weltkrieg überstanden bzw. wurden wieder aufgebaut. Im Zentrum der Stadt steht das Wahrzeichen Mannheims, ein 60 m hoher Wasserturm, welcher 1889 im Neubarock errichtet wurde. Der Friedrichsplatz im Zentrum wurde bis 1903 mit verschiedenen Brunnen, Wasserspielen und Grünanlagen gestaltet. Arkadenhäuser mit roten Sandsteinfassaden begrenzen den östlichen Platz. Ein weiterer zentraler Platz Mannheims ist der Paradeplatz, auf dem früher Truppenparaden stattfanden. Im Zentrum des Platzes befindet sich eine Grupello – Pyramide von 1711. Der Marktplatz liegt nördlich des Paradeplatzes. In der Mitte steht ein Brunnendenkmal von 1719. An der Südseite des Marktplatzes befindet sich ein barocker Doppelbau. Dieser ist vermutlich das älteste Gebäude Mannheims. Das Schloss in Mannheim war früher Residenz der Kurfürsten der Pfalz. Es wurde 1720 bis 1760 erbaut und es ist nach Versailles die größte Barockanlage Europas. Nach dem Krieg wurde es in vereinfachter Form wieder aufgebaut. Der Fernmeldeturm ist mit 212 m das höchste Gebäude Mannheims.